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Canada

Nr 110 _ conclusion – the endless expanse – crossing canada

posted by HP Lang
Sep. 12, 2026 39 0 0
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Weisst Du wo Chittagong liegt? Im Dezember 2025 war ich dort am südostlichen Ende von Bangladesh an der Grenze zu Myanmar. Und was hat es damit auf sich werdet Ihr Euch fragen, wenn ich in Vorarlberg los geradelt wäre, hätte  ich die selbe Distanz wie bei diesem Kanadatrip zurückgelegt !

Kanada ist riesig – the endless expanse – sprich die zurückgelegte Distanz meiner Durchquerung ( ohne motorisierte Hilfe ) waren  genau 9962 km mit 73356 Höhenmeter. War selbst völlig verblüfft beim zusammenzählen, weil mich die Fragen: wieviel Kilometer pro Tag, wie lang hast Du gebraucht, Sinnfragen die keinen Sinn ergeben und und und gar nicht interessieren. (übersichtliche Landkarten und genaue Strecke )

Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich mich nie als Sportler oder Radfahrer gesehen habe, sondern immer als Reisenden oder Traveler der an allem interessiert ist was hinter der nächsten Ecke liegt und vom Gedanken oder der Realität fasziniert ist wie mein Gehirn über Wochen Dinge verarbeitet, neu ordnet und in Korrespondenz mit meinem Körper das Toxische und den angesammelten Müll entsorgt.

Zurück nach Kanada:

Eigentlich konnte den 41,8 Mio Kanandiern nichts besseres passieren als diese Trottelregierung im Süden! Sie sind vereint im gemeinsamen Feindbild und stehen zusammen wie nur etwas! Fast neidisch, wenn man als überzeugter Europäer zuschauen muss, dass der nationalstaatliche Kleinkram die Energie wegfrisst um nicht geeinter eine Front gegen die Bedrohungen der Welt zu bilden, um gefestigter, gemeinsam als EU reagieren zu können.

Selbst die Seperatisten in Alberta sind mundtot geworden in anbetracht der Lügen- und Wutausbrüche von der Orangelocke, wenn er nicht gerade schläft oder die Zerstörung seines Umfeldes und der Welt vorantreibt.

Wie sind sie diese Kanadier? Meist respektvoll, meist freundlich, immer mit freundlicher Grimasse auch wenn sie selbst ab und an bedrückt wirken aber positives vermitteln wollen, unendlich stoisch geduldig in einer Linie aber auch zurechtweisend auch bei läppischen Vergehen, überzeugtes Individulistentum ist Kult im Ausdruck durch Kleidung und Tatoo´s, adipöse Legginträgerinnen mit Bauchfrei und oft nur mit BH bekleidet oder mit Pyjamastyle auf der Strasse ( maximal individuell ), ohne Pickup Truck und Wohnwagen kein wirkliches Leben ( besonders von der Mitte bis in des Westen ), LGPTQ als Selbstverständlichkeit und völlig normal, sehr viel  Stress – auf dem Land mit wirtschaftlichen Sorgen und in den Städten mit dem Wunsch Natur zu erleben und dafür hunderte Kilometer fürs Wochende zurück zu legen, eine staatliche Versorgung die sie zwar freut weil Sie sich mit der amerikanischen Versorgung misst aber weit entfernt von unserem Standard ist ( Bsp. ein Bauingenieur bekommt an staatlicher Pension rund € 570,- pro Monat / 12 mal ), staatliche Gesundheitsversorgung ist frei mit sehr hohen Beiträgen und ohne Wahlärzte mit enormen Wartezeiten ( unangenehm und nur mit Protektion bewältigbar ), Sport ist immer und überall ein grosses Ding, die wenig priviligierten Jobs werden von Zuwanderinnen bewältigt ( die ganze Welt aber bevorzugt aus Asien, besonders Indien ), qeubecois francais ist eine eigene Sprache und das Gehabe kommt der Arroganz der Franzosen sehr nahe ( nur Sie haben eine Ahnung vom wirklich guten Leben…. ), viel amerikanisches im täglichen Ablauf das Ihnen immer mehr bewusst wird ( von den industriellen Lebensmittel angefangen usw )  und und und ….. da gäbe es noch tausend Dinge zu erzählen !

Zusammengefasst einer der sehr schönen Flecken dieser Erde, freundliche Menschen, schöne sehr abwechslungsreiche Natur und die Eigenständigkeit einer Nation die sich gerade von Ihrem Nachbarn emanzipiert.

 

Habe es nach Region gegliedert um ein bisschen Übersicht hinein zu bringen.

Nr 105 – the endless expanse – Vancouver, Wine and the Rockies

Das klassische Kanada das ich aus den Medien und aus Erzählungen gekannt habe, meist den Fokus auf die Rocky´s und deren Naturschönheiten, ein paar Jägerstorys und irgendwas respektvoll, ängstliches über Grizziys.

Nr 106 – the endless expanse – Prairie  Cowboy Farmland

Endlose Weite und langweiliges Durchhalten – denkste oder falsch! – sehr abwechslungsreich und divers, anstrengend mit fast 1000 Höhenmeter am Tag, wenig Infrastruktur, grosse Distanzen, der Natur sehr ausgeliefert mit wenig Einkaufsmöglichkeiten und ungenügend Trinkwasser ( nach jahrelangen Reise war mein Wasserfilter das erste mal im Einsatz ! ) .

Nr 107 – the endless expanse – great canadian Shield

Nach dem Grasland und hunderten Kilometern Agrarflächen, kleinere Strukturen, wunderbares Manitoba und northern Ontario mit endlosen Wäldern, viele kleine Seen, abgeschliffenem Fels und den grossen Seen Lake Superior und Lake Huron.

Nr 108 – the endless expanse – Central Canada

Die Wirtschaftsregionen Ontario und Quebec mit 60 % der Gesamtbevölkerung bestimmen den Takt Kanada`s, oft zum Ärger der restlichen Provinzen, weil hier alles wesentliche entschieden wird. Grösstes Extra: die französische Sprache in Quebec die so extrem werden kann, zB in den Apalachen – dort wird kein english gesprochen mit dem erfreulichen Nebeneffekt wieder wirklich gute Lebensmittel mit kleinem amerikanischen Einfluss zu bekommen.

Nr 109 – the endless expanse – the East – Atlantic Area

Die Atlantik Provinzen klar mit sehr englischem Touch, Freundlichkeit und Lebensweise, sehr zuvorkommend, respektvoll, aber definitiv nur in den relativ kleinen Hauptstädten gut entwickelt – die fast Ausrottung des Kabeliau`s und dem verbundenen Fangverbot hat den Provinzen den Teppich in Ruhrpott- oder Detroitmanier weggezogen.

 

Getroffen habe ich rund ein Dutzend Radfahrer auf der ganzen Strecke und ich war verblüfft wie viele Radler ihre Story frisieren um Teil Abschnitte in ganz grosses Licht zu setzen – anyway unsere Arbeitswelt gibt uns normal 5 Wochen Urlaub pro Jahr und bei den Kanadiern sind es im Minimum nur 11 Tage pro Jahr.

Und selbstverständlich ein grossartiges Dankeschön bei all die freundlichen Menschen die ich kennengelernt und mich aufgenommen haben, bei denen ich oft mehrere Tage mein Dasein teilte, grossartige Gastfreundschaft, Freude und Tipps erfahren durfte – würde sagen “ das Salz in der Suppe “ auf einer Reise und nochmals ein recht herzliches Dankeschön !

 

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