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Canada

nr 108 _ the endless expanse – Central canada

posted by HP Lang
Aug. 1, 2026 202 0 1
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2026-08-03 Das war’s mit Central Canada – die Küste Richtung Rivers de Loup – sehr exclusiv, erinnert etwas an die Normandie und stark an Denmark. Klare Formen, fein abgestufte Colorierung, Qualität, Ferienhäuser der Vermögenden.

Es war ein sehr schöner Abschnitt, am meisten irritiert hat mich das Französische ohne Alternative. Die Railtrails sind mit feinem Bruchsand sehr angenehm zu befahren.

2026-08-01 Nach zwei amüsanten Tagen bei Rachel auf nach Quebec. Die Briten und die Franzosen haben in den 1720 zigern einen mehrjährigen Krieg geführt den die Briten gewonnen haben. Die ganze französische Geschichte und die Entwicklung des französischsprachigen teils von Kanada ist bis heute hier präsent und am ausgeprägtesten. Québec noch ein bisschen touristischer als Montreal und gespickt mit dem Stolz der Quebecoise.

Die Altstadt ist Weltkulturerbe und die Anhäufung von historischen Gebäude ist hier so groß wie sonst nirgends – Quebec ist die älteste Stadt Kanada’s und geht auf 1608 zurück. Also genau zu der Zeit als bei uns die fast gesamte protestantische Bewegung in mehreren Kriegen der Habsburger mit Söldnern aus ganz Europa den Katholizismus und der Hilfe Roms und den Jesuiten durchgezogen haben – die Gegenreformation.

Haut Culture kann nur aus Frankreich kommen – diese selbstverliebten Komponenten, das Gehabe, der Wert des Äußeren, Diskussion voller Emotion, dieses Theater und Stilisierung des alltäglichen ….. mir gefällt das und nicht dieses griesgrämige Gemuffel! Natürlich können sie keine Kanaldeckel vernünftig eben einbauen, natürlich sind sie begeistert von Neuem und unendlich gelangweilt, wenn es gilt die Sachen ins Tor zu bringen. Große Unabhängigkeit in Canada haben sie sich nach dem verlorenen Referendum 1995 erkämpft und momentan ist es ruhig wegen des Vollhonks im Süden und der nicht besonders ermutigende Zustand der Mama in Europa ….

Die Ausstellung im Musee de Beaux Arts, mit der Sonderausstellung Hyperrealistik, habe für sehr treffend gefunden.

2026-07-29 Auf leiser Sohle habe ich dann Montreal Richtung Süden verlassen. Dies hat einen besonderen Grund, weil ich beim Bruder und der Mama in den Appalachen einen neuen Zufluchtsort gefunden habe und noch Postbote sein konnte.

Die extra Runde hatte besondere Herausforderungen, weil sie schlussendlich 200 km Umweg und 3200 m extra Höhenmeter war, als normal dem St. Lorenz Strom zu folgen. Aber es ist eine große Chance in das wirkliche Leben der Quebec’oase einzutauchen – diesem Dialekt wie „Luschtnauerisch“ 😅. 

Über Granby, Magog, Sherbrooks ging die Reise mitten in die Appalachen zu Elden und Gina nach Lambton und von dort nach St. Elzear zu Mama Rachel. Welch ein toller herzlicher Empfang und ein Gelächter den ganzen Abend und Morgen über Gott und die Welt, über die Liebe, die Kinder, Familie und vielen Wichtigkeiten mit dem Tenor: „Das Leben ist schön, genießen wir es !“.

2026-07-26 Montreal, angekommen in Frankreich am anderen Kontinent :-). Ziemlich außerhalb von Ottawa habe ich dann die Seite gewechselt, weil der Fluss die Grenze zwischen Ontario und Quebec bildet. Diese Grenze ist so markant, dass mir fast jede Sache ins Auge gestochen ist. Natürlich die Sprache, die geänderte Zeichen, die schlechten Straßen wie in Frankreich, die gute Versorgung und das definitiv bessere Essen als im Rest Kanadas. Nach 200 km bin ich dann auf die schöne Insel Montreal mit ihrem Berg in der Mitte angekommen.

Vancouver ist schön, besonders durch seine Lage am Meer, aber gegen Montreal hat es keine Chance ! Super individuell, stärker französischer Touch, Individualismus hoch 17, hier ist Quebec und nicht Kanada! Ein bisschen überheblich und hochnäsig wie die Franzosen halt so sind 😄, weil ja schlussendlich nur sie eine wirkliche Ahnung vom Leben und seinem Genuss haben – oh lala!!! 

Eine richtige lebenswerte Stadt kleinteilig viel Grün, angenehme Parks große Freiflächen, der Mont Real der etwas Befreiendes hat, weil er den Blick von oben ermöglicht und natürlich ganz wesentlich für jede Nation von Welt. Heute habe ich beim Portugiesen gespeist, vorgestern war es beim Vietnamesen. Viele „Gastarbeiter“ kommen aus dem Süden Europas und dem Maghreb der natürlich einen sprachlichen Vorteil hat.

Ganz herzlichen Dank auch an die Familie James, besonders Alex und Pascal, die mich wunderbar untergebracht und an ihre Verwandtschaft weitergeleitet haben 😉.

2026-07-23 Vielen Dank an Matt der mir einen schönen Aufenthalt Ottawa ermöglicht hat.

Weiter geht’s zum nationalen Art Gallerie. Einblick in neues Altes der Ureinwohner die im Staat Canada einen ganz anderen Zugang zur Welt der bildenden und darstellenden Kunst haben.

Außergewöhnliches Museum, die Diversität macht mich nervös, weil es das Bekannte in einer Leichtigkeit untergräbt, welche in der Intensität selten erlebt habe.

2026-07-22 Wow, was für eine Hauptstadt dieses Ottawa! Bin völlig begeistert und sehr entzückt so eine relaxte und vielseitige Stadt vorgefunden zu haben. Wenn man auf die andere Seite quert hat man das Gefühl man ist in Frankreich, vom Gehabe von von grafischen Gehabe und natürlich von der Sprache weil dort ausschließlich französisch gesprochen wird, weil dort Quebec ist – aber dazu später mehr.

Völlig beeindruckt hat mich das Nationalmuseum von Kanada. Der Tag war praktisch gelaufen, weil mein Hirn so beschäftigt war diese vielen Einzelteile zu vernetzen mit dem was ich alles gesehen und erfahren habe. Völlig unwissend bin ich mir vorgekommen als ich gesehen habe wie viele Kanadier im ersten und auch im zweiten Weltkrieg ihr Leben gelassen haben – meinen allerhöchsten Respekt dafür, den Hass des Nationalismus im Zaume zu halten sprich ihm die Luft abzuschnüren  ( diese Vollhonk von Trump hat gestern wieder 50% Zoll auf die Kanadier gelegt, weil sie keine amerikanischen Produkte mehr kaufen… ).

Im Nationalmuseum war die Historie dieses relativ jungen Landes, hervorragend aufgearbeitet. Die indigene Bevölkerung hat sehr viel Platz eingenommen im riesigen Museum, aber auch die Gründung im Verbund von Ontario Quebec New Brunswick und Nova Scotia im Jahre 1867, war sehr gut ablesbar und nachvollziehbar.

2026-07-21 Die 600 km von Midland bis nach Ottawa sind vergangen wie im Flug. 4/5 davon bin ich auf dem Trans Kanada Trail auf Kiesstraße gerollt – teilweise in sehr guter Qualität und dann wieder schreckliche Abschnitte wenn die Erlaubnis erteilt wurde dass diese ATV auch dort fahren dürfen. Meint solche verrückte die dann mit ihren allrad-kleingeräten einen Haufen Wirbel machen, Dreck und Lärm, besonders aufregend darf ich mich aber nicht ich war ja auch mal in dieser Fraktion…..

Die Strecke selbst war sehr schön und ich durfte bei Daniel und bei Rose zweimal sehr willkommen übernachten, bis auf einen zweiten Radler der auf jedem zweiten Kleidungsstück ein Kanada Zeichen montiert hat und auf meine Frage wieso er auch eine große Fahne an seinem Anhänger mitführt, kam nur die lapidare Antwort “ weil ich dort eine Halterung habe “ . Anyway, das langsame einrollen in Ottawa war sehr schön und ich bin mit einem Platzregen empfangen worden.

2026-07-20 Central meint nicht die Mitte des Landes, sondern die Mitte der Bevölkerung, Mitte der wirtschaftlichen Leistungskraft und meint den südlichen Teil von Ontario mit Toronto und Ottawa und Quebec Provence mit Montreal und der Stadt Québec.

Eigentlich befinde ich mich immer noch und auf dem kanadischen Schild, aber an den Ausläufern. Hier ist es deutlich wärmer und die Humusschicht hat sich dichter über dem Fels aufgebaut und der steinige Grund ist nur noch in kargeren Gebieten oder bei den Hügeln erkennbar.

Mit einer Schnittlinie ab Meaford ist die Welt anders. Es ist tatsächlich so dass die Versorgung auf einen Schlag deutlich besser ist, meint 20 bis 30 km, das Straßennetz wird dichter und ist relativ gut ausgebaut und die Leute werden deutlich fetter, speziell die ohne migrantischen Hintergrund. Besonders erschreckend die hohe Anzahl von Kindern und jungen Menschen die nicht ein bisschen sondern schwer adipös sind.

Die dicke Luft der Waldbrände ist verschwunden und die Landschaft nach Peterborough Richtung Hastings hat mich stark an den Bodensee und die Höri erinnert. Besonders ins Auge gestochen ist mir auch noch die Bemühungen die einzelnen Wasserstraßen miteinander zu verbinden, zum Teil mit außerordentlichem Aufwand wie in Kirkland.

Eine besondere Geschichte sind noch die Rail Trails die jetzt wieder gehäuft auftauchen. Einfach gesagt eine aufgelassene Eisenbahnlinie die in einem Schnellverfahren in einen Wander- oder Fahrradweg umgewandelt wurde, ein angenehmes auf und ab und in ziemlich direkter Linie.

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Comments

1 Kommentar
  1. posted by
    Lang Christel
    Juli 29, 2026 Reply

    Heile Hans-Peter

    Verfolge Deine Reise mit vielen Erinnerungen, einfach schön.
    Radle weiter mit viel positiven Gedanken – Kinder – Eltern – Schwester,
    wir brauchen Dich ALLE.

    radle weiter

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