2026-03-30 Es ist nicht erfüllend in Ungewissheit zu warten – unser Flug wurde gestern schon wieder verschoben und eine Deeskalation der Lage im Nahen Osten scheint nicht in Griffnähe.
Wir fahren rund 40 km am Tag mit dem Fahrrad durch die riesige Stadt um sie besser kennen zu lernen und uns zu beruhigen – so ausgeliefert zu sein macht keine Freude ……




Unsere Motivation hält an und unser Gemüt beruhigt sich langsam. Diese Lage haben wir zu akzeptieren – Ende Gelände!




2026-03-27 Die Fülle und Dichte der letzten Tage hat uns ganz ordentlich geschlaucht und unsere letzte Nacht vor Delhi, haben wir uns hartnäckig in ein katholisches Exerzitienheim ( a la St. Arbogast auf indisch ) hinein reklamiert. Die Christen haben es ja nicht mal dort so mit der Gastfreundschaft und Herberge und ist vielleicht der Übermacht der Hindi’s geschuldet. Wir durften dann dankenswerterweise doch dort nächtigen – der Preis war dutzende Dippel und kratz Kratz. Die letzten 40 km bis Delhi sind angestanden und wir sind mit einigen Buttermilkstops direkt zum India Gate eingerollt. Yess geschafft!




Die Freude war nach fast mühseeliger Suche eines vernünftigen Hotel’s ( Delhi ist überteuert und viel gecheated ) immer noch angespannt, weil die Hürden der Bürokratie bzw Visaverlängerung noch bevorsteht und diese amerikanische Psychopathen Truppe unter oranger Führung täglich für neue Untaten gut ist
2026-03-25 Die Ungewissheit wie es jetzt genau weitergeht, ein bisschen unkomfortabel warten ob unser Flug wieder verschoben wird und einen schielenden Blick auf die News des Tages ob diese Verrückten von der Zerstörung nicht genug bekommen können.




Es sind dann zwei Tage gefolgt die uns immer weiter zur großen Ebene in Richtung Norden geführt haben. Die Berge wurden weniger und wir haben am Ende eines langen Tages Zuflucht in einem Ashram Siha bekommen.



Dazwischen noch eine letzte Übernachtung im Zelt, an einem verlassenen Tempel und der letzten Runde 300 m hohen Erhebung mit rund 10 km Länge und dem gratis mitgelieferten Grollen eines Leoparden der nicht schlaffördernd auf uns gewirkt hat . Dann zum Abschluss der Ashram’s gleich nochmals ganz abgelegen in der Nähe bei Rothak.



2026-03-22 Weiter im Aravalligebirge und einem ganz feinen Stop kurz vor Ganeswar. Wir sind durch ein besonders schmales Tal am späten Nachmittag gefahren und bei Rajesh, seiner Familie und Geschwister für 2 Tage hängengeblieben.




Urtümliches Leben an der Grenze zur Moderne, freundlich, zuvorkommend, derb und respektvoll, Mischungen die nicht auf dem Speiseplan von westlichen Menschen sind, aber genau das macht Indien so besonders.




Fast vergessen die Fahrt nach Jaipur wo wir durch Zufall auf einen Campingplatz gestoßen sind der mitten in der Pampa Partys und Festlichkeiten mitten in den Hügeln des Aravalli veranstaltet.




2026-03-20 Danach weiter nach Amber mit nochmalige Steigerung bezüglich Tourismus – wir haben es nur gestreift, jedoch den abgelegenen wunderschönen Stufenbrunnen und das Handdruckmuseum gestreift – tolle Juwelen.




Die beeindruckend thronende Festung oder Festungsberg von Amber war eine zwiespältig Erfahrung. Meine Erinnerung aus 2022 war kongruent, eine Horde Konsumenten umringt von Verkäufern die Ihr Glück versuchen – Tourismus pur in überbordender Fülle – noch nie gefreut und mit zunehmendem Alter angewidert. Anyway die wollen ja alle dahin weil’s schiach ist, sondern weil’s prächtig und spannend ist – das ist ja das Gemeine!




2026-03-18 Was für ein durcheinander, jetzt haben wir zwei Tage damit verbracht eine Lösung zu finden wie wir wieder nach Europa kommen. Die Situation bzw die Parameter waren so komplex, Fahrrad ( jede Airline ihre eigene Extrawurst ), auslaufendes Visa, völliges Durcheinander der unterschiedlichen Informationsquellen, Buchung über die „Route Seidenstraße“ als Fehlbuchung die wir storniert haben und das Glück das heute das Gate geöffnet wurde wieder zu normalen Preisen, allerdings mit Visaverlängerung dessen Bürokratenlauf ich noch vor mir habe. So in Kurzform, wenn es sich nicht als Aprilscherz herausstellt, sollten wir am 1.April Abend wieder Züricher Boden berühren. Und jetzt ein paar Bilder zu Jaipur. Update 19.März Mittags: der Flug wurde kurzfristig wieder verschoben und wir werden frühesten am 4.April in Europa sein



Auf zum Palast der Winde, sehr gefreut und ein bisschen enttäuscht: die haben tatsächliche die wunderbare Patina entfernt und fast kitschig neu bemalt. Im Gesamtbild lässt sich jetzt nicht mehr unterscheiden im gesamten Straße Ensemble was alt und was neu ist ( man stelle sich vor die Feldkircher Schattenburg neu zu streichen, weil die Bürokratie dies für nötig erachtet …. ), Gleichmacherei durch Regeln, sehr beliebte Sportart in Indien.




Was uns aufgefallen ist, wie viele ausländische Touristen hier sind und mit welchem Stress ganze Gruppen durch die Gassen getrieben und abkassiert werden. Welche Unterschied im Vergleich zu Jodhpur.



Nach Besuch des Jal Mahal sind wir auf leiser Sohle über kleine Gassen der Stadt Richtung Norden entflohen. Wir waren erleichtert wieder in „unserer“ Welt zu radeln.



2026-03-17 Jaipur – Empfang mit einer Reifenpanne mitten in der Stadt und weiter zu Deepak einem sehr liebenswürdigen Warmshower Host der uns grosszügigerweise ein Zimmer zur Verfügung gestellt hat ( www.hotelshikha.com ), damit wir unsere abgesagten Flüge und die Rückreise in den Kriegswirren des Nahen Ostens neu organisieren können.

Wir nähern uns einer Lösung die allerdings ein bisschen Tricky ist, bei 12500 abgesagten Flügen und 525.000 gestrandeten Passagieren ( Stand vorgestern).


2026-03-16 In einer zwei Tagesfahrt haben wir dann die Strecke nach Jaipur zurückgelegt. Unser geplanter Stop in einem Tempel zu übernachten hat uns ein paar Schritte weiter zu einer NGO iindiajaipur ( Instagram) in Jhad geleitet, welche dort ein Waisenhaus und eine Schule mit 400 Kindern betreibt – so netter und freundlicher Empfang, unser allergrößter Respekt .




Die Landschaft, leicht hügelig und alles buchstäblich auf Sand gebaut, hat uns durch Dörfer geführt die ihre gewachsene Struktur ohne Zerstörung durch große Straßen erhalten konnten. Meint kleine Gassen und Gewerbe, vom Juwelier bis zum Teeverkäufer, von der Apotheke bis zum Schuhgeschäft, alles vorhanden und kleinräumig.




2026-03-14 Wir haben die heilige Stadt Pushkar erreicht, gleichzeitig mit der Botschaft dass unsere Flüge storniert wurden…… Sonst ist fast alles in Ordnung ☺️🙃.
Zuerst zum Erfreulichen: wir hatten Jodhpur verlassen und sind quer durch die Pampa nach Kherapa geradelt zum Ram Dham Tempel – Zentrum das auf der ganzen Welt Ashrams betreibt. Unter anderem in Winterthur und sage und schreibe auch im Ländle zwischen Langen bei Bregenz und Hirschberg ( wer schon was gehört hat davon : Hand hoch bitte – wir nicht! ).





Birgit hat eine „Magenblöde“ ausgefasst und nach einigem zögern sind wir dann anderntags weiter Richtung Osten nach Merta City. Selber freundlicher Empfang und fast beschämende Freundlichkeit aus dem Herzen ohne Adresse, Moneten oder Sonstigem – nur bare Freude – kaum zu glauben, aber Birgit hat mir schon öfter gesagt, dass Sie mich erst jetzt versteht wovon ich nach früheren Reisen immer geschwärmt habe.




Dann auf nach Pushkar – jetzt ist es wirklich heiß geworden. Nahe der 40 Gradgrenze aber erbauliche Fahrt mit vielen kleinen Besonderheiten.




Gegen spätem Nachmittag dann Ankunft in Pushkar – riesiger Tourismusrummel in der heiligen Stadt und zum ersten Mal richtig viele westliche Touristen. Die meisten haben wie spirituell Suchende ausgeschaut und Jeder wirft den Blick in eine andere Richtung bei Augenkontakt, weil er ja zu Glauben scheint ein klein wenig Erkenntnis schon gefunden zu haben ….. frei nach Niavani: “ …. der Mensch ist ein Trottel!“




Für Städtehüpfer die mit dem wirklichen Leben in Indien gar nicht in Berührung kommen, oder wenn dann meist mit Guide, scheint die Welt dann in Ordnung. Meine Augenbrauen zucken und im Grunde waren wir froh diesen kommerzialisierten Art wieder zu verlassen, bei all dem schönen Ambiente.
2026-03-11 Wir sind immer noch in Jodhpur bei Familie Singh und lassen es uns einfach gut gehen. 2 Tage im Zentrum waren genug und sind ein paar Kilometer vor Jodhpur in den neuen Wohnsitz zu Durgesh gezogen – hervorragend vegetarisch gegessen, ein bisschen Musik, dazwischen feinen Tee und Kaffee, ein bisschen Architektur und dazwischen wieder einen ausgiebigen Mittagsschlaf um der Hitzewelle zu entfliehen. „Dolce far niente“ auf indisch 🥱😉😅.




Heute geht’s weiter Richtung Nordosten. Wir wissen noch nicht ob und wie wir nach Hause kommen, haben allerdings noch 14 Tage Zeit bis zur geplanten Rückreise – nicht nur für uns, sondern vor allem für die Iraner und den umliegenden Ländern, die diese größenwahnsinnigen, grosskotzigen Teil der Amerikaner endlich auf die Plätze verweist den sie verdienen und die europäische Länder endlich eine gemeinsame Haltung finden und entsprechend regieren – die Deutschen dürfen sich als erst angesprochen fühlen!
Vielen herzlichen Dank an Durgesh mit Familie für all die Gastfreundschaft und Herberge – unsere Hochachtung .




2026-03-07 Letztes Stück nach Jodhpur war im Programm. Auf kleinen Wegen tut so wohl und merken wir immer nach einem kleinen Stück stärker befahrener Straße an der die Mopeds, Autos und vor allem die großen Geräte an uns vorbei zischen.




Leckere Jausen und das Einlaufen um Freunde zu treffen und den schönsten Palast Indiens zu besuchen. Dritter Jodhpur Besuch für mich, Premiere für Birgit. Beim erzählen wo was ist, immer die Veränderung im Blick: touristisch haben sich in den Bereichen wo sich Touris aufhalten, sehr professionell entwickelt ( würde behaupten am Besten von ganz Indien ), wenn abseits geht ist die Armut, sprich Slums immer noch beklemmend.




Die Pracht des Mehranghar Fort’s ist einfach überwältigend. Diese Pracht, diese Aussicht, leider nicht mehr so großzügig begehbar wie in den Jahren zuvor und mit viel zu vielen Touristen gefüllt. Der innerindische Teil hat am meisten dazu beigetragen, berührt die Schönheit des Palastes allerdings nur am Rande.





Die Inder hören es nicht gerne, aber Armut und Reichtum lebt nirgends auf der Welt so nahe Beieinander wie in Indien. Aber mit erstaunen fühlen Sie sich vereint als Inder, nur der Glaube an Modi und seine populistischen Wunder sind endgültig am absteigenden Ast.
2026-03-04 Auf oder zurück ins Aravali“Gebirge“ das sich von Gujarat nach Nordosten bis fast zum Ganges hochzieht. Jedesmal wenn wir die Kompression von Menschen verlassen und Landschaft an uns vorbei zieht, wird mir Wohl ums Herz – ein scheues Wesen war ich immer schon, aber jetzt im Alter verstärkt sich das noch mehr. Soviel Überflüssiges das uns begleitet …. von dem schreibe ich. Einfach Sein und Freude an der Natur, ruhigen Begegnen auf Augenhöhe und Frieden genießen.




Raus aus Bundi sind wir quer durch Berge in einer der schönsten Abschnitte dieser Reise geradelt. Die Einheimischen waren immer so überrascht, wenn wir leise um die Ecke gekommen sind – eine Freude für uns zu sehen und dieses Staunen freundlich zu erwidern.





Schlafplätze wie aus 1001 Nacht, in entlegenen Tempeln mit den Gurus zu Abend gegessen, um anderntags wieder in die nächste Überraschung zu stolpern – einfach schön einfach.




Unvoreingenommene Leute zu treffen die Freunde haben uns zu sehen – großartig – Einladungen zum Tee, zum Essen, zur Übernachtung, Ihre Freude uns Ihre Welt zu zeigen und Neues zu erfahren – ohne touristische oder sonstige Hintergedanken – dies Aufrichtigkeit, Freude und Grossherzigkeit imponiert am meisten.




Ein Besuch aus früheren Tagen haben wir ausgelassen, sind langsam Richtung Südwesten gezogen. Beim Ende der Bergetappen sind wir in Bagri wieder in der Ebene angekommen und wurden nach 8000 km mit den ersten Pannen konfrontiert.




3 Platten an einem Tag und Birgit mit dem Pech einen dickeren Ast in die Speichen zu bekommen der die Schaltung total verbogen hat – provisorisch konnte ich es richten, wenigsten die Weiterfahrt war eingeschränkt möglich. Ich hasse Schlitz Schrauben ( sie war sogar dicht ) fas Geklackere alle 1.5 Sekunden machen keinen Spass auf Asphalt…..




2026-02-28 Bundi – mittlerweile zurück in Rajasthan und über Kota ( Großstadt 1,5 Mio EW mit ca 200.000 Studenten in den Bereichen Technologie, Coaching und Law ) vorgestern Abend hier angekommen. Mittelgroße überschaubare Stadt mit toller thopographischer Lage angeschmidet an die Züge des Aravalligebirges in altem historischen Glanz. Überschaubare, angenehme Größe und sehr gut erhaltene Altstadt, bestimmt vom riesigen Palast der bis in die 50er Jahre bewohnt war und dem darüberliegenden Fort das nicht in überzeugendem Zustand ist. Viel tragen auch die vielen erhaltenen Haveli’s und Stadttore bei, die zum einzigartigen Charme und Charakter beitragen.




Die Grösse und Überschaubarkeit macht es aus aber auch hier, der Staat versucht dir überall das Geld mit überhöhten Eintrittspreisen aus dem Sack zu ziehen ( sprich das 15 fache der Einheimischen, die immer verduzt dreinschauen, wenn man ihnen erklärt dass die größte Dichte an Billionären in Indien lebt …. ). Überall existieren die Stufenbrunnen die teilweise bis zu 50 m hinuntergehen.




Gestern war der erste richtig heiße Tag und unser Gastwirt hat gemeint dass jetzt die Hitze langsam kommt. Wir hoffen noch, weil morgen in die Berge und dann ziemlich gerade Richtung Jodhpur. Es ist eine wirklich schöne Reise und ganz anders wenn man als Paar reist. Ich bin jeden Tag erstaunt über Birgit wie sie es meistert, zu Fuß humpelnd wegen ihrer Achillessehne, aber schmerzfrei auf dem Fahrrad alle Widrigkeiten wie Steigungen und teils wirklich rauhe Pisten meistert!

2026-02-26 Auf dem Weg nach Osten haben wir die Grenze nach Madhya Pradesh überschritten – nicht so markant als von Gujarat nach Rajasthan und im Nachhinein auch klar, weil die absplittung dieses Gebietes von Rajasthan erst 1951 nach der Staatsgründung erfolgt ist – also mental noch Rajasthan. Hinter Chittorgarh haben dann die streng in Größe und Abgrenzung bestimmten, staatlich kontrollierten Opiumfelder angefangen. Wir mittendrin wurden von der Straße aufgegabelt und wurden natürlich gleich zu einer Opiumparty eingeladen – sie hatten Verständnis für unsere dankbare Absage.




Spät Nachmittags sind wir dann zum abgelegenen Fort Piplia gefahren und waren doch sehr überrascht, dass das Gebäude noch bewohnt ist – eine königliche Familie die dieses Fort mit riesigem Besitz seit 400 Jahren in 19 zehnter Generation bewohnt. Wir durften in königlichen Gemäuer zu Abendessen, übernachten und haben am Morgen, neben einem tollen Frühstück, auch noch eine Exkursion zum eigenen Stufenbrunnen einige hundert Meter entfernt erleben dürfen.




Vorher schon erwähnt ist Hochzeit angesagt zu dieser Jahreszeit und begegnet uns mehrmals täglich. Wir haben so viele exotische Orte angetroffen oder Übernachtungen gehabt dass wir uns schon konzentrieren müssen um sie richtig ordnen zu können. Inklusive lustige Gespräche mit jungen Leuten und dem Glück der Sari tragenden Frauen eine andere lächelnde Person mit schwarzer Brille und kurzen Haaren zu treffen…..





Auf rumpeliger Piste durch die Berge, sind wir einer Nuclear Powerplant ( die nur durch einen Stausee mit Kühlung versorgt wird ) über Gandhi Sagar weiter Richtung Kota / Bundi gefahren .




2026-02-23 Aus den Bergen Kumbalgarhs eine Stufe tiefer zur grösste Festung Indiens nach Chittorgarh. Winter und Frühling heißt Hochzeitszeit und in jedem größeren Dorf sind die zum Teil pompösen Festzelte und entsprechende Zeremonie zu sehen – laut, bunt, üppig, immer mit weissen Pferden.



Hochzeit und Besuch haben einen sehr großen Stellenwert, sind fast immer von der Familie, sprich von den Eltern arrangiert und ist eine der ersten Fragen von Jüngeren Menschen in einer gelassenen Stimmung gefragt wird.
Auf dem Weg in der Hälfte sind wir in einem kleinen Dorf bei Jagdish und seiner Familie spät Nachmittags eingeladen worden – zu unserer Überraschung hat der Hausherr selbst gekocht – noch nie erlebt !





Richtung Chittorgarh ist die Landschaft dann flacher geworden und plötzlich ist der Tafelberg und die riesige Festung vor uns gestanden.




Der Stolz der Rajputen mit allen Legenden lebt hier bis heute weiter, und man wird bei all den Erzählungen den Verdacht nicht los dass sich die Historie mit dem Wunschdenken oder Blindheit des Stolzes vermischt, ohne ihnen zu nahe treten zu wollen. Weltkulturerbe und absolut sehenswert, gemischt mit all den Tempeln die das Erlebnis so besonders machen von Historie und Hinduismus, obwohl über Jahrhunderte von Muslimen geführt und erobert.





2026-02-20 Früh Morgens sind wir dann aus Jalore aufgebrochen zuück Richtung Aravalligebirge, uralter indische Gebirgszug aus Granit der sich in einem schmalen Streifen von Süden nach Norden zieht. Stehte Steigung war angesagt, aber es hat soviel Freude gemacht, dass wir auf kleinen Straßen Abends 100 km gemacht haben. Highlight war unser Zufallstreffer im Kloster temple Shree Balaij in Nähe von Sadri – so herzliche, liebevolle und entspannte Stimmung war Balsam – besonders auch die Nacht im überdeckten Hof unter einem Stapel voller Decken.



Morgens noch bei Freunden von Rajesh und dem Polizeikommandanten von Jalore zum Frühstück eingeladen, war der Start zum Jaintempel nach Ranakpur angesagt – nur 30 km aber fast 1000 Höhenmeter hoch nach Sayra. Birgit hat tapfer gekämpft – Chapeau!




Gestern dann der Aufstieg mit selben Höhenmeternn nach Kumalghar auch nicht schmal. Fort am Berggipfel mit 36 km langer Befestigungsmauer. Die Dimensionen erklären sich selbst. Perfekte Darstellung der Pracht aus dem 14. Jhd auf der einen Seite und erschreckend wie die touristische Zerstörung seit meinem letzten Besuch vor 6 Jahren voran geschritten ist.




Rohbauten von nicht fertig gestellten Großprojekten, Alkoholshops am laufenden Band und bettelnde Menschen als Kehrseite des Tourismus. Gefühlt sind die bestehenden Hotels trotz Hochsaison praktisch leer und der Strom der Erholungssüchtigen startet am Morgen in Udaipur nimmt Kumbalghar und Ranakpur mit und ist am Abend in Jaipur…… Rajasthan in 5 Days und wir haben alles gesehen …. blablabla!





Tourismus ist schrecklich, bringt Nutzen für Wenige und lässt eine Streifen der Zerstörung zurück – Sozial, in der Landschaft und in der Seele der nächsten Generation – nicht nur hier, sondern meist an aussergewöhnlichen Plätzen ( außer dem Klopeiner See 😂 ).
2026-02-16 Unmerklich sind wir neben dem Mt Abu nach Rajasthan eingereist – der Unterschied ist klein aber doch deutlich sichtbar – Architektur, die hügelige Landschaft, die Gesichter werden dunkler und kantiger, der Turban ist immer sichtbar, meist in gelb und dunkelrot, manchmal weiß und das wichtigste: die Rajputen sind die stolzesten Inder und sehr in Ihrem tun verhaftet.



Erstes Ziel Jalore um Besuch zu machen bei Rajesh und seiner Familie den ich schon 2019 kennen gelernt habe – damals der ersten Fahrradfahrer den ich getroffen habe! Alles mit Motor und mit Hupe ist beliebter in Indien als Fahrradfahren 😆….. Entschuldigt durch die Temperatur Nähe der 50 Grad. Sprachlich für uns alles beim Alten – nix verstehen, nix verstehen….



Nach köstlichem Essen kurze Feierlichkeit zum landesweiten Feiertag zu Ehren von ( habs vergessen 🤭 ) und anderntags relax und Besuch eines mehr als 2000 jährigen Tempels Shri Sire Mandir, versteckt in den Bergen oder ein Muss wenn man hier vorbei kommt – so wurde es uns erzählt, aber Wertig- und Wichtigkeit entzieht sich unserem Wissen.




Abends wurden wir nochmals zu Freunden von Rajesh und seiner Gattin eingeladen – den ganzen Austausch von Höflichkeit und die Art der Annäherung sind sehr interessant zu beobachten – nach vielen Monaten Indien aber immer noch keinen wirklichen Durchblick. Alles ist sehr hierarchisch, strikt getrennt von Mann und Frau, große Gesten und Höflichkeiten, immer wieder die selben Fragen an uns – fast im Minutentakt. Eine sehr eigene Situation an die man sich gewöhnen muss, aber immer sehr herzlich.




Herzlichen Dank an Rajesh und seine Frau und die Daumen hoch für Sohnemann der im Mai seinen Abschluss zur Arzt Ausbildung hat – Grüsse nach Jalore!

Comments
Ein KommentarAkshat Joshi
Feb. 24, 2026It was a great experience meeting you in kukdeshwar— wishing you all the best for your future travels.
Nice
März 13, 2026Very nice